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Das Klima des Landes Salzburg

Das Salzburger Land zerfällt in zwei Teilräume mit eigener Klimaausprägung: den Alpennordrand, zu dem die Stadt Salzburg, der Flachgau und das Salzkammergut gehören, und die inneren Alpen, die den größten Teil des Salzburger Landes ausmachen.


Sonnenaufgang über dem Salzburger Land


Alpennordrand:

Der nördliche Alpenrand weist ein besonders feuchtes Klima auf. Die in Mitteleuropa vorherrschenden westlichen und nordwestlichen Winde bringen feuchte atlantische Luftmassen heran, die am Gebirgsrand aufsteigen und abkühlen. Die Folge sind kräftige Wolkenbildungen und Niederschläge, die mit steigender Höhe merkbar zunehmen: im Bereich zwischen 1000 und 1500 m Höhe lieben die Niederschlagsmengen etwa doppelt so hoch wie in den Talregionen und in Salzburg ist der sommerliche „Schnürlegen“ geradezu sprichwörtlich geworden. Kennzeichnend für die tieferen Lagen dieser Region sind milde Winter und mäßig warme Sommer. Die mittlere Jahrestemperatur liegt in der Mozartstadt bei 12 Grad C, die Durchschnittswerte für Juli betragen 18 Grad C, für den Januar -2 Grad C.


Rapsfeld bei Anif


Innere Alpen:
Zum Alpeninneren hin gehen die Niederschläge auf durchschnittliche mitteleuropäische Werte zurück, das alpine Klima bleibt aber generell niederschlagsreich. Die Sommer sind kurz und relativ kühl. Weder der intensiven Sonneneinstrahlung bei schönem Wetter werden die niedrigen Lufttemperaturen jedoch nicht so bewusst wahrgenommen. Im Landschaftsbild sind die Unterschiede zwischen dem südexponierten Sonnenhang und dem nordexponierten Schattenhang deutlich ausgebildet. Rasche und kräftige Wetterumschwünge treten häufig auf; ganz besonders Bergwanderer müssen sich darauf einstellen. Die Niederschläge nehmen mit der Höhe zu. Im Sommer fallen Sie meist als Schauer oder während eines Gewitters, so dass große Mengen in kurzer Zeit niedergehen können. Über 3000 m fällt Niederschlag generell als Schnee. Im Herbst und Winter habe die Berg und Gipfellagen deutlich mehr Sonnenschein und klare Luft – mit guter Fernsicht – als die tiefen Täler, die oft tagelang unter einer Nebeldecke liegen. In Becken und abgeschlossenen Tälern sammelt sich die Kaltluft und kühlt weiter ab; es kommt zu Tiefsttemperaturen von deutlich unter – 30 Grad C. Da die Sonne die hangnahen Luftschichten tagsüber aufheizt, so dass diese aufsteigen, kommt es bei ruhigem Hochdruckwetter einerseits zum so genannten Talwind und andererseits zur Wolkenbildung um die Gipfel. Nachts weht umgekehrt ein kühler Bergwind und die Wolken lösten sich wieder auf, so dass frühmorgens die beste Sicht besteht.

 

 Abendstimmung am Rötelstein


Alpensüdseite:
Die Alpensüdseite - der Lungau - als südöstlichster Bezirk des Landes Salzburg ist klimatisch völlig gesondert von den anderen Landesteilen zu betrachten. Durch seine Lage südlich des Alpenhauptkamms sind hier häufig andere Witterungsverhältnisse als nördlich der Tauern festzustellen. Der Lungau wird oft von Luftmassen mediterranen Ursprungs bestimmt. Während bei Nordströmungen an der Alpennordseite starke Niederschläge auftreten, sorgt gleichzeitig Nordföhn für trockenes und freundliches Wetter im Lungau. Von großer Bedeutung für die klimatischen Verhältnisse im Bezirk ist auch die Höhenlage. Die Talbereiche liegen durchwegs in Höhen über 1000 Meter. Deshalb und aufgrund der Beckenlage sammelt sich hier in den Nächten stets besonders kalte Luft am Talboden. Ganzjährig ist daher der Lungau für Kälterekorde im österreichischen Messnetz gut. Sogar in den Sommermonaten sind die Balkonblumen hier nicht gänzlich vor Frost sicher.