Die Eisriesenwelt
Höhlenentstehung:
Die Eisriesenwelthöhle ist ein Höhlenlabyrinth von über 40 Kilometern Gesamtganglänge. Die Entstehung erfolgte wie bei allen Höhlen über einen sehr langen Zeitraum. Die ersten Spalten und Klüfte im Kalkfelsen entstanden bereits im Zuge der Gebirgshebungen vor ca. 100 Mio. Jahren und wurde durch chemische Auflösungsvorgänge und Wassererosion über Jahrtausende hinweg vergrößert und ausgeformt. Die Höhlen in den Alpen sind auch heute noch in einem Entwicklungsprozess, wenngleich sich viele Höhlensysteme - auch große Teile der Eisriesenwelt – durch Austrocknung nicht mehr bedeutend weiterentwickeln.
Eis in der Höhle:
Es gibt verschiedene Systeme, die Höhleneis verursachen. Die Eisriesenwelt ist eine dynamische Eishöhle. Das bedeutet, dass die Höhlengänge und Klüfte eine Verbindung von tiefer gelegenen Eingängen zu höher gelegenen Öffnungen bilden, die einen Luftzug - beispielsweise wie in einem Kamin - ermöglichen. Je nach Außentemperatur befindet sich im Gebirgsinneren eine entweder kühlere oder wärmere Temperatur, die aufgrund des jeweils anderen spezifischen Gewichtes einen Luftzug von oben nach unten oder umgekehrt verursacht. Das führt dazu, dass im Winter, wenn die Luft im Berg wärmer ist als außerhalb, kalte Luft in den Berg einströmt und den unteren Teil der Höhle auf unter 0°C abkühlt. Wenn nun im Frühjahr Schmelzwasser durch die Felsritzen einsickert und in den unterkühlten Bereich der Höhle kommt, gefriert es und bildet die großartigen Eisgebilde im Bergesinneren.
Kontakt:
Eisriesenwelt Werfen
Wimmstrasse 24
5450 Werfen
Tel: +43(6468)5293
Email: info@eisriesenwelt.at
Web: www.eisriesenwelt.at
Salzwelten Salzburg
Der Berg, der Fürst und seine Stadt aus Salz
Das Salz des Dürrnbergs bei Hallein gab einst der Stadt und dem Land Salzburg seinen Namen. Das „weiße Gold“ wurde hier bereits von den Kelten etwa 1000 Jahre bis 50 Jahre vor Christi Geburt abgebaut und war ein begehrtes Handelsprodukt. Wolf Dietrich von Raitenau, Fürsterzbischof von Salzburg, modernisierte den Abbau. Damit konnte er nicht nur gewaltige Mengen schürfen, sondern auch einen Reichtum schaffen, mit dem er der Stadt Salzburg ihr barockes Gepräge gab. In den Salzwelten Salzburg/Bad Dürrnberg führt der schillernde Salzfürst zu seiner Zeit – durch das Salzbergwerk. Der tollpatschige Pater Jakobus ist dabei stets sein treuer Begleiter, gemeinsam sorgen die beiden für kurzweilige aber auch informative Unterhaltung.
Die Führung beinhaltet:
* die rasanten Fahrten mit der Grubenbahn
* 2 lange Bergmannsrutschen mit Geschwindigkeitsmessung
* die Floßfahrt über den unterirdischen Salzsee
* den Eintritt in das Keltendorf direkt am Dürrnberg
* den Eintritt in das Keltenmuseum in der Stadt Hallein
* und den Eintritt ins Stille Nacht Museum in Hallein
Führungsdauer: ca. 75 Minuten, max. 54 Personen
Kinder können die Salzwelten untertage ab 4 Jahren besuchen!
Kontakt:
Salzwelten Salzburg/Bad Dürrnberg
Ramsaustraße 3
5422 Bad Dürrnberg
Tel: +43(6245)85285-15
Email: info@salzwelten.at
Web: www.salzwelten.at
Montanmuseum Böckstein
Zur Jahrtausendwende wurde Freigold gefunden und dies hat den Goldrausch ausgelöst. Im Jahre 1342 erließ Erzbischof Heinrich von Pyrnbrunn als Salzburger Landesherr die erste Bergordnung, somit begann ein geordneter Abbau des Edelmetalls. Nach wirtschaftlich eher unbedeutenden Anfängen, begann Ende des 15. Jahrhunderts der eigentliche montanhistorische Großbetrieb und zwar zunächst mit dem Kapital süddeutscher Handelshäuser. Die bedeutendsten unter ihnen waren das Handelsunternehmen der Familie Fugger. Ihnen folgten heimische Großgewerken, die Weitmoser, die Zott und die Strasser. Das beste Bringungsjahr war 1557 mit 830 kg Gold und 2723 kg Silber. Die besonders reichen Erzlager waren aber bald erschöpft und die Gewerken stellten den Goldbergbau ein.
Im Jahre 1616 übernahm der Landesherr Erzbischof Markus Sittikus den weiteren Abbau, um die arbeitslosen Knappen zu beschäftigen. Erst 1642 - mit der Einführung des Pulversprengens und die Errichtung der Montananlage in Altböckstein (1741) - wurde der Ertrag wieder wirtschaftlich. Der Einsatz neuer Technologien (Pocher, Stoßherde sowie Amalgation) verbesserte die Goldausbringung und somit die gesamte Produktivität ganz erheblich. Unter Erzbischof Hieronymus Colleredo wurde der Bergbau an das österr. Kaiserhaus zurückgeführt.
Eine Gesellschaft privater Gewerken gründete die "Erste Gewerkschaft Radhausberg 1864", arbeitete dann mit mäßigen Erfolg weiter. Als auch sie aufgaben (1907), ergriff der Tunnelbauer Ing. Karl Imhof eine neuerliche Initiative, doch blieb auch ihm, trotz Einsatz schweizerischen Kapitals, ein wirklich großer Gewinn versagt. Zuletzt versuchte die deutsche Firma Preuß AG (1938-1945) ihr Glück. Der in Talnähe in den Radhausberg getriebene Stollen erwies sich als Fehlschlag, da die angefahrenen unteren Erzgänge taub waren. Man fand eine heiße Zone, die heute für Therapiezwecke unter dem Namen "Gasteiner Heilstollen" genützt wird.
Kontakt:
Montanmuseum Altböckstein
Obm. Herbert Gruber
Böckst. Bundesstr. 70
5640 Bad Gastein
Tel. 06434 / 2298
Email: montanmuseum_boeckstein@aon.at
Web: www.boeckstein.at/montanmuseum.htm


